Alles rund um Grafik, Design und Druck

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Dynamik

Tips und Tricks > Digicam Handhabung

Was ist die richtige Einstellung für gute Bilder?

Von der Fülle an Funktionen moderner Digicams fühlt sich der Einsteiger oft überfordert. Wann benutzt man die Blendenautomatik, in welcher Situation sollte man den Kontrast verstärken und wann kann man die Auflösung herabsetzen? Keine Angst vor den Menüs



Belichtung: Dynamik oder Tiefenschärfe?

Bei keiner der modernen Digitalkameras muss sich der Fotograf selbst um die Belichtung oder die Blende kümmern, wenn er das nicht will. Eine Voll- oder eine Programmautomatik übernimmt beide Einstellungen für ihn, so dass auch Einsteigern sofort passable Fotos gelingen.
Im Vollautomatik-Modus hat der Benutzer überhaupt keine Möglichkeiten, irgendetwas einzustellen. Bei der Programmautomatik sorgt die Kamera für die richtige Blende und Belichtungszeit, der Fotograf kann aber noch gewisse Dinge beeinflussen, etwa den Blitz zuschalten oder eine Belichtungskorrektur vornehmen.Sehr einfach macht es die Kamera ihrem Benutzer auch, wenn sie Programme für bestimmte Motive gespeichert hat. Alle Einstellungen, die der Fotograf in speziellen Aufnahmesituationen vornehmen muss, sind dann auf Tastendruck oder über ein Drehrad sofort verfügbar.
Motivprogramme für Makro, Landschaft und Nachtaufnahme gibt es fast immer, komfortablere Apparate bieten auch Einstellungen für nicht alltägliche Aufnahmen etwa mit weißem Sandstrand oder Schnee. Besonders üppig sind Casio-Kameras mit Motivprogrammen ausgestattet: Bei einigen werden neben den zwei Dutzend bereits in der Kamera gespeicherten Programmen noch über 100 auf CD-ROM mitgeliefert, und der Anwender kann die Einstellungen, mit denen ihm ein Foto besonders gut gelungen ist, auch als eigenes Motivprogramm speichern.Aber nicht immer erzielt die Automatik optimale Ergebnisse, und der Fotograf muss selbst Hand anlegen. Wenn es etwa darum geht, bestimmte Bereiche eines Bildes besonders scharf oder unscharf darzustellen, benutzt man die Zeitautomatik. Der Fotograf gibt dabei die Blende vor, die Kamera wählt die passende Verschlusszeit.
Möchte man – etwa bei Landschaften – eine hohe Tiefenschärfe erzielen, dann gibt man eine kleine Blende (große Blendenzahl z.B. 11) vor. Porträts hingegen wirken besser mit unscharfem Hintergrund, in solchen Fällen stellt man eine große Blende (kleinere Blendenzahl) ein, die zu geringerer Tiefenschärfe führt. Bei Makro-Aufnahmen erreicht man mit einer großen Blende ebenfalls malerische Effekte.Die Blendenautomatik mit Vorgabe der Belichtungszeit benutzt der Fotograf, wenn es um schnelle Bewegung geht, sei es bei Sportaufnahmen, Fotos von spielenden Kindern oder Wasser, das fällt oder spritzt. Hier wählt man eine möglichst kurze Belichtungszeit, die Kamera stellt die Blende entsprechend ein. Möchte man etwa einen reißenden Bach aufnehmen, bringt eine längere Verschlusszeit die gewünschte Dynamik ins Bild.BelichtungskorrekturBei starker Bewölkung kann sich die Kamera mit der automatischen Belichtung ebenso schwer tun wie bei greller Mittagssonne, im Schnee oder am weißen Sandstrand.
Wenn Sie schon auf dem Display erkennen, dass ein Motiv ein wenig zu hell oder zu dunkel herauskommt, können Sie mit der Belichtungskorrektur eingreifen. Die meisten Kameras erlauben es, bis zu drei LW in halben oder 1/3-Schritten aufzuhellen oder abzudunkeln. Wer seine Bilder am PC nachbearbeitet, erzielt grundsätzlich bessere Erfolge, wenn das Foto leicht unterbelichtet ist. Bei Überbelichtung kommt es oft zu Bereichen ohne Details oder Strukturen, die auch mit der Bildbearbeitung nicht mehr hinzugefügt werden können.
Dasselbe gilt übrigens auch für den Kontrast. Falls Ihre Kamera eine mehrstufige Einstellung für den Kontrast besitzt, verwenden Sie die höchste Stufe nur im Ausnahmefall. Zu starker Kontrast lässt sich schlechter korrigieren als zu schwacher.ISO-LichtempfindlichkeitWas analoge Fotografen durch die Wahl des Films erreichen, macht man mit der Digicam durch die Einstellung der Lichtempfindlichkeit im Menü: ISO 100, 200 und 400 bietet fast jede Kamera, die komfortablen gehen herab bis auf ISO 60 und hoch bis ISO 800. Je weniger Licht, desto höher kann die Empfindlichkeit eingestellt werden.
Bei hoher Lichtempfindlichkeit kommt allerdings eine unangenehme Eigenschaft von CCD-Sensoren zum Tragen. Sie geben auch dann noch eine geringe Restspannung ab, wenn kein Licht auf sie fällt. Dies interpretiert die Kamera als Helligkeits-Information, so dass in dunklen Flächen einzelne bunte Pixel auftauchen. Das so genannte „Bildrauschen“ tritt vor allem auf, wenn eine hohe ISO-Empfindlichkeit eingestellt oder in lichtarmer Umgebung von der Kamera automatisch gewählt wird.BelichtungsmessungDie Mehrfeldmessung arbeitet mit über das gesamte Bild verteilten Mess-Sensoren, die mittenbetonte Messung ebenfalls, sie gewichtet aber die Werte der Sensoren im Bildzentrum stärker.
Die Spotmessung misst gezielt die Lichtmenge in der Mitte des Bildes.Für Einsteiger ist die Mehrfeld-Messung die sicherste Methode, die sich auch bei schnell wechselnden Lichtverhältnissen bewährt. Die Spotmessung konzentriert sich auf einen sehr kleinen Bereich und eignet sich beispielsweise für ein Porträt vor hellem Hintergrund, wo die Gefahr besteht, dass das eigentliche Motiv unterbelichtet wird.Lässt sich bei einer Kamera die Belichtungsmessung wie die Fokussierung auf einen bestimmten Bereich des Bildes in einer Matrix legen, kann mit etwas Übung ganz gezielt ein Bereich des Motivs hervorgehoben werden.



 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü