Alles rund um Grafik, Design und Druck

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Blitz/Weißabgleich

Tips und Tricks > Digicam Handhabung

Was ist die richtige Einstellung für gute Bilder?

Von der Fülle an Funktionen moderner Digicams fühlt sich der Einsteiger oft überfordert. Wann benutzt man die Blendenautomatik, in welcher Situation sollte man den Kontrast verstärken und wann kann man die Auflösung herabsetzen? Keine Angst vor den Menüs



Blitz, Weißabgleich, Histogramm: Natürliche Farben

Der eingebaute Blitz reicht bei den meisten Kameras für Schnappschüsse in kleineren Räumen aus. Werden Personen fotografiert, sollte immer der Vorblitz zugeschaltet werden, um den Rote-Augen-Effekt zu vermeiden. Ganz verhindern lässt er sich aber nicht, wenn das Licht beispielsweise seitlich in die Augen fällt. Bei Gegenlicht-Aufnahmen ist es ratsam, den Blitz zu erzwingen, um eine Unterbelichtung des Hauptmotivs zu vermeiden.Für Porträtaufnahmen ist der eingebaute Blitz nicht gut geeignet, er wirft hässliche Schatten und führt zu flach wirkenden Fotos. In größeren Räumen schaffen es die wenigsten Kameras, mit ihrem integrierten Blitz auch entfernte Winkel auszuleuchten.
Anspruchsvollere Fotografen legen daher Wert darauf, dass die Kamera einen Synchron-Anschluss für einen externen Blitz besitzt. Bei Festlichkeiten in einem Saal kann man alternativ auch Master-Slave-Blitzgeräte als Zusatz verwenden und mehrere davon im Raum verteilen.Möchte man zum Beispiel den Innenraum einer Kirche fotografieren, ist es besser, auf den Blitz ganz zu verzichten, die ISO-Empfindlichkeit zu erhöhen und ein Stativ zu verwenden. Haben Sie keines dabei, suchen Sie eine Unterlage, auf der Sie die Arme aufstützen, oder lehnen Sie die Kamera an einer Säule oder Wand an. In solchen Fällen bewährt sich auch der Selbstauslöser, um ein Verwackeln zu vermeiden.
Ohne Blitz sind meist auch die Ergebnisse bei Textkopien besser. Wenn die Kamera die Möglichkeit bietet, die Blitzstärke in mehreren Stufen einzustellen, sollte bei nahen Motiven die geringste Stufe gewählt werden.

Weißabgleich:
Anders als das menschliche Auge ist die Digicam nicht in der Lage, sich problemlos an verschiedene Lichtquellen anzupassen. So kann es passieren, dass ein Raum auf dem Display der Kamera mit Rotstich erscheint, ein anderer kalt und blau aussieht. Dann hat die Digicam Probleme mit dem automatischen Weißabgleich. In solchen Fällen sollte man es mit einer der Alternativen für den Weißabgleich im Menü versuchen. Dazu zählen meist Einstellungen für Sonne, Schatten, Glühbirne und Leuchtstoffröhre, die dafür sorgen sollen, dass die Farben naturgetreu wiedergegeben werden.Andererseits kann etwa durch die Option „Glühbirne“ die warme Atmosphäre eines Zimmers verloren gehen, so dass man doch den automatischen Weißabgleich vorzieht.
Die Optionen für den Weißabgleich können aber auch kreativ eingesetzt werden, indem man besondere Lichtstimmungen erzeugt. Einfach ausprobieren! Manche Kameras erlauben es, einen manuellen Weißpunkt zu setzen, der sich dann auf genau die Situation bezieht, die gerade fotografiert werden soll. Dabei braucht der Fotograf lediglich ein weißes Blatt Papier Format füllend aufzunehmen, die Kamera errechnet dann die Farbzusammensetzung der jeweiligen Lichtquelle.

Histogramm:  
Besitzt die Kamera eine Histogramm-Anzeige, lässt sich sehr gut kontrollieren, ob die Aufnahme richtig belichtet wurde. Manche Kameras bieten auch ein Live-Histogramm, das schon beim Betrachten des Motivs auf dem Display die Verteilung der Helligkeit auf dem Bild anzeigt. Die horizontale Achse repräsentiert die Tonwerte von schwarz (links) bis weiß (rechts). Die vertikale Achse zeigt die Anzahl der Pixel auf dem Bild, die diese Tonwerte besitzen. Wenn ein Histogramm eine hohe Pixelanzahl auf der linken Seite zeigt, sind zu viele dunkle Pixel vorhanden. Die dunklen Bereiche eines Fotos erscheinen dann schwarz. Wenn der Schwerpunkt des Histogramms auf der rechten Seite liegt, sind zu viele helle Pixel vorhanden. In beiden Fällen kann man versuchen, mit der Belichtungskorrektur aufzuhellen oder etwas abzudunkeln.Ist das gesamte Bild optimal belichtet, liegen die Tonwerte des Histogramms gleichmäßig über das ganze Spektrum verteilt. Gibt es allerdings keinerlei Ausschläge im Histogramm, obwohl helle und dunkle Bereiche im Bild vorhanden sind, dann dürfte das Foto zu wenig kontrastreich und unterbelichtet sein.


 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü