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Bildgröße/Qualität

Tips und Tricks > Digicam Handhabung

Was ist die richtige Einstellung für gute Bilder?

Von der Fülle an Funktionen moderner Digicams fühlt sich der Einsteiger oft überfordert. Wann benutzt man die Blendenautomatik, in welcher Situation sollte man den Kontrast verstärken und wann kann man die Auflösung herabsetzen? Keine Angst vor den Menüs



Bildgröße und -qualität: Große Dateien oder kleine Fotos?

Wenn man sich eine 10-Megapixel-Kamera gekauft hat, wählt man im Menü natürlich am liebsten die größte Bildgröße (Auflösung) und die beste Bildqualität (geringste Komprimierung). Sofern ausreichend Speicherplatz vorhanden ist, spricht auch nichts dagegen. So hält man sich alle Optionen offen und kann beispielsweise von Porträts oder Landschaftsaufnahmen großformatige Abzüge anfertigen lassen.
Bei Bildern mit hoher Auflösung hat der Fotograf beispielsweise auch die Möglichkeit, Ausschnitte zu vergrößern, wenn es etwa nicht möglich ist, nahe genug an das Motiv heranzukommen und das Zoom-Objektiv nicht ausreicht. Auch können die Bildausschnitte verbessert werden, indem man mit der Bildverarbeitung überflüssige Randbereiche entfernt.Möchten Sie hingegen Aufnahmen für eine Website machen, ist es eher ungünstig, die höchste Auflösung einzustellen. Sie macht die Bilddateien nicht nur unnötig groß und belegt eine Menge Speicherplatz, sondern erfordert auch noch Aufwand, um das Bild auf die fürs Web angebrachte Größe und Auflösung zu reduzieren. Ebenso können Sie Speicherplatz sparen, wenn Sie Ihre Fotos grundsätzlich nur auf dem Monitor oder dem Fernseher anschauen und keine oder nur kleinformatige Abzüge anfertigen lassen möchten. Dann reicht durchaus eine 3-Megapixel-Auflösung.
Kameras der oberen Preisklasse speichern als Alternative zur JPEG-Komprimierung die Fotos auch im verlustfreien, optimierten TIFF– oder in einem verlustfreien, unbearbeiteten, herstellereigenen RAW-Format. Diese Optionen wird der Fotograf nur in besonderen Fällen wählen, da die Dateien wesentlich größer sind als JPEGs, so dass sie nicht nur mehr Platz auf der Karte benötigen, sondern die Kamera auch für das Speichern viel mehr Zeit braucht. Das RAW-Format benutzt der Fotograf, wenn er Parameter wie Kontrast, Farbe und Schärfe nicht von der Kamera-Software optimiert wissen möchte, sondern diese Aufgabe selbst am PC erledigen will. Die Bilder müssen mit einem RAW-Konverter des Kamera-Herstellers bearbeitet werden.
Wenn der Speicherplatz knapp wird, sollte man nicht zuerst die Auflösung herabsetzen, sondern die Komprimierung erhöhen. Setzt man die Bildqualität auf die mittlere Stufe, schrumpft die Dateigröße auf rund die Hälfte, ohne dass man wesentliche Qualitätseinbußen hinnehmen muss.BildschärfeWie scharf die Bilder werden, die eine Digitalkamera produziert, hängt vom Zusammenspiel der Optik mit dem Bildsensor und der Kamera-Software ab. Jedes Bild wird bereits in der Kamera nachgeschärft. Komfortable Digicams bieten im Menü eine Option für die Bildschärfe und stellen meist drei Stufen zur Wahl. Mit einer guten Bildbearbeitungs-Software sind allerdings viel feinere Abstufungen möglich. Wer keine Lust zum Nachbearbeiten hat, wählt beispielsweise für technische Detail-Aufnahmen oder für Textkopien bei der Bildschärfe die höchste Stufe. Bei Porträts oder bei stimmungsvollen Landschaftsaufnahmen hingegen ist ein weiches Bild vorteilhafter. Auch wenn man absichtlich einen gewissen Unschärfe-Effekt im Bild haben möchte, setzt man bereits in der Kamera die Schärfe herab. Prinzipiell lassen sich ungeschärfte Bilder am PC besser nachbearbeiten.
Die kleinen Digicams verführen übrigens viele Fotografen dazu, sie beim Fotografieren nur mit einer Hand vor dem Gesicht zu jonglieren. Über unscharfe Fotos braucht man sich dann aber nicht zu wundern. Farbsättigung, Filter und KonverterManche Digicams haben eingebaute Filter für Schwarzweiß-Fotos und verschiedene Farben. Bessere Ergebnisse als mit der Kamera erzielt man aber mit einem guten Bildbearbeitungs-Programm am PC. Wenn das Foto beispielsweise einmal mit Rotfilter aufgenommen ist, kann man daran nichts mehr ändern, während ein normales Foto mit den Farbfiltern der Bildbearbeitung nuancierter gefärbt werden kann. Dasselbe gilt auch für die Einstellung der Farbsättigung, wenn die Kamera dafür mehrere Stufen bietet. Die Intensivierung der Farben am PC lässt sich feinfühliger durchführen als die Neutralisierung unnatürlicher Farben.
Verfügt die Kamera über ein Filtergewinde, lassen sich verschiedene Vorsätze anbringen. Richtig kreativ kann der Fotograf mit Linsen werden, die Effekte wie Nebel oder Gitter erzeugen. UV-Sperrfilter verhelfen auch zur Mittagszeit zu brillanten Farben. Polarisationsfilter reduzieren Spiegelungen, wenn man durch Glasscheiben fotografieren muss oder Wasser bei gleißender Sonne aufnimmt. Graufilter reduzieren die Lichtmenge um einige Blenden- oder Verschlusszeitstufen, wenn es etwa unter südlicher Sonne sehr hell ist und die Digicam keine kleinere Blende als 11 bietet. Solche Linsen gibt es etwa von Hama oder Soligor.Konverter, die wie die Filter vor das Objektiv der Kamera geschraubt werden, dienen dazu, die Brennweite der Kamera zu verändern. Ein Telekonverter verlängert, ein Weitwinkel-Konverter verkürzt die Brennweite um einen bestimmten Faktor. Bei optisch hochwertigen Konvertern, die auf die Kamera und das Objektiv eingestellt sind, leidet die Bildqualität nicht.


 
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